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Eintritt mit Feuerwehr

In der vergangenen Woche klingelte um kurz vor sechs Uhr mein Handy. Am anderen Ende der Leitung war mein Marktleiter aus der Frühschicht, der mit den anderen Kolleginnen und Kollegen vorm Markt stand und etwas hilflos mit der Situation war. "Bist du schon im Laden?", fragte er mich und ich verneinte. Wir waren schließlich noch zu Hause und mit unserer Tochter mitten in unseren Morgenroutinen.

"Das ist komisch", erklärte mir mein Mitarbeiter, "die Alarmanlage ist nicht scharf und hinten im Lager ist noch Licht an."

Meinen Tipp, einfach reinzugehen und nachzusehen, wer da ist, hätte er gerne beherzigt, das ging jedoch nicht: "Ich kann nicht mal reingehen, da steckt nämlich von innen ein Schlüssel in der Tür, das kann ich durch die Scheibe sehen." Da wir keinen NGF-Zylinder dort verbaut haben, ließ sich die Tür deshalb auch tatsächlich nicht mehr von außen aufschließen.

Licht und Alarmanlage hätte man vergessen können, aber dass der Schlüssel von innen steckte, war ein eindeutiges Zeichen dafür, dass noch irgendjemand im Laden sein musste. Auf Klopfen, Klingeln und Anrufe reagierte aber niemand. Schließlich entschieden wir, dass da irgendetwas passiert sein muss. Vielleicht hat der Kollege, der am Abend zuvor abschließen sollte, ein medizinisches Problem oder schlimmer. "Ruf mal die Polizei an", da du vor Ort bist, ist das sinnvoller als wenn ich das mache.
So geschah es. Die Polizei verwies jedoch direkt auf die Feuerwehr, die nach wenigen Minuten mit Blaulicht und Lüla hier eintraf.



Nach Schilderung der Situation und der Befürchtung, dass da noch jemand im Gebäude ist, dem es möglicherweise nicht gut geht, sondierte die Feuerwehr das Gebäude um herauszufinden, wo man mit dem geringsten Schaden "einbrechen" könnte. Schließlich fiel die Entscheidung auf unseren Notausgang, dessen Schließzylinder kurzerhand in wenigen Minuten geknackt war.



Im Aufenthaltsraum fanden sie unseren Kollegen vollkommen erschöpft und kaum ansprechbar auf dem Boden sitzend vor. Er wurde schließlich von der Besatzung eines hinzugerufenen RTW behandelt und mitgenommen. Was genau meinem Mitarbeiter passiert war, hat hier im Blog nun aus unterschiedlichen Gründen nichts zu suchen, aber es geht im bereits wieder besser.

Der Schaden an der Tür belief sich auf 20 Euro und ob wir für den Feuerwehreinsatz eine Rechnung bekommen werden, wird sich zeigen. Eigentlich war der Einsatz gerechtfertigt, denn es war augenscheinlich ein medizinischer Notfall, aber die Entscheidung wird die Feuerwehr treffen. Dann gab es sicherlich auch noch einen wie auch immer dimensionierten Schaden durch den Umsatzausfall in der ersten Stunde, aber das ist für mich in der Situation absolut nebensächlich gewesen und hat überhaupt keine Relevanz.

Mir persönlich reicht es, wenn so ein Ereignis nur alle 26 Jahre mal stattfindet. Das war alles viel zu aufregend, vor allem die Zeit zwischen der Erkenntnis, dass noch jemand im Laden sein muss, dem es möglicherweise nicht gut geht und dem Zeitpunkt, wo man ihn tatsächlich angetroffen hat und wusste, was ist los ist, war sehr aufreibend.


SPAR-Markt in Lofer / Österreich

Diesen SPAR-Markt hatte Blogleser Michael während seines Skiurlaubs in Lofer in Salzburg/Österreich entdeckt. Ich konnte mich bei den beiden Bildern nicht für eines entscheiden, also gibt es beide Ansichten zu sehen. In der blauen Stunde mit eingeschalteter Beleuchtung und dem gewaltigen Berg im Hintergrund ist eigentlich das schönere Foto. Aber da steht halt das Wohnmobil im Weg. :-P

Wie auch immer, vielen Dank für die Zusendung der vielen Bilder. :-)

(Michael hatte auch einige Innenansichten mitgeliefert, die ich jetzt aber nicht für so erwähnenswert halte. Ist eben ein handelsüblicher Supermarkt …)

Auch diesen SPAR gibt es bei Google Street View zu bestaunen, aber dort sehen die aus einiger Entfernung und trübem Wetter aufgenommenen Bilder reichlich trostlos aus.

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!


Für die große Ansicht aus das Bild klicken!

Am Abend an der alten Ochtum

Die Naturschutzgebiete, durch die ich regelmäßig auf dem Weg zur Arbeit (oder zurück nach Hause) fahre, sind ein unendlicher Quell für interessante Naturfotos.

Einzug die Infrastruktur, die man immer wieder am Horizont sieht, Hochhäuser, Funktürme, Windkraftanlagen, Leistungsmasten, verschandelt diese Ansichten immer wieder. Aber damit müssen wir wohl leben …


Der eine Energydrink ab 16

Ines fiel vor ein paar Tagen auf, dass eine Sorte der Monster-Energydrinks bei uns in der Kasse mit einer Altersabfrage (ab 16) hinterlegt war. Es handelte sich nur um diese eine Sorte, alle anderen hier aus unserem umfangreichen Sortiment sind ohne Altersbeschränkung im System hinterlegt.

Wir versuchten natürlich zunächst, selber herauszufinden, was die Ursache dafür sein könnte. Aber auch dieses Getränk ist nicht alkoholhaltig und auch die anderen Zutaten unterscheiden sich nicht nennenswert von den anderen Monster-Sorten. Im positiven Gegenteil sogar fast, in diesem hier ist noch Tee enthalten und nicht nur Chemieplörre. Da wir zu keinem Ergebnis kamen, kontaktierte ich unsere Großhandlung.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Artikel war falsch gepflegt, auch dieses monströse Gesöff darf ohne eine Altersbeschränkung abgegeben werden.

Abgelaufenes Bio-Bier

Dass grundsätzlich "alte Ware vor neue Ware" gestellt werden soll, ist wohl in der gesamten Welt des LEH eine sich nicht durchgängig erfüllende Hoffnung. Auch bei uns, leider. Und wenn dann in einer Abteilung noch immer jemand mithilft, der gerade anwesend ist, kann man hinterher nicht einmal einen konkreten Verantwortlichen benennen, den man zur Rechenschaft ziehen könnte.

Gestern hat eine Kollegin beim Bio-Bier aufgeräumt. Das Highlight waren drei verschiedene Daten beim selben Artikel. Das älteste ganz hinten, davor ein neueres (beide inzwischen aber weit überschritten) und davor die aktuelle Ware. In der Summe ergab sich ein mit abgelaufenen Flaschen gefüllter Einkaufswagen. Dabei wäre das absolut vermeidbar gewesen. :-(


Barebells Milchshakes

Vor gut fünf Jahren hatte ich hier mal etwas über die Barebells-Proteinriegel geschrieben. Zur Konsistenz: Entweder ist da irgendwann ein Gewöhnungseffekt eingetreten oder Barebells hat die Rezeptur verändern oder sie sind zumindest im Vergleich mit anderen Proteinriegeln deutlich besser.

Auf jeden Fall haben wir sie seitdem im Sortiment, seit langer Zeit auch schon in einer recht umfangreichen Auswahl. Die laufen nämlich trotz des Preises recht gut und der "Caramel Choco" erinnert geschmacklich erstaunlich an Rolo, falls sich daran noch jemand erinnert.

Da die Riegel so gut laufen, hatte ich mich im Spätsommer letzten Jahres mal in der Vorbestellung an ein Display Milchshakes von Barebells herangetraut. Aber da war ich wohl etwas zu optimistisch. Der Aufsteller steht nun seit Mitte Oktober 2025 hier im Laden und die Abverkäufe halten sich in erstaunlich übersichtlichen Grenzen. Ich gebe zu, dass mich das wirklich überrascht hat.

Fünf Monate Restlaufzeit haben die Flaschen noch und inzwischen gönne ich mir auch eine Flasche am Tag zur Mittagspause. Dass die zu so einem Ladenhüter verkommen, hätte ich nun echt nicht gedacht …


Wollte noch bezahlen!

Ein Ladendieb, den wir an der Ausgangstür aufgehalten haben, tat vollkommen überrascht. Wie wir ihn nur des Diebstahls verdächtigen könnten, denn schließlich wollte er die fraglichen Artikel noch bezahlen.

Nur wann und wo, das blieb unbeantwortet.

Andere Länder, andere Läden – 004

Tiefkühlspinat, mit und ohne Blubb oder bevorzugt (von uns privat) auch als Blattspinat, kennt vermutlich jeder. Wie alle Gemüse gibt es auch Spinat in Konservengläsern, doch ich muss zugeben, dass ich ein derartiges Produkt in meiner gesamten Laufbahn im LEH noch nicht einmal in den Händen gehalten habe. Weder in dem Betrieb, in dem ich einst gelernt habe, noch auf den Stationen danach – und auch nicht in den vergangenen knapp 26 Jahren hier im eigenen Laden. Spinat in Gläsern? Ein sagenumwobener Mythos, über den man höchsten hinter vorgehaltener Hand spricht.

Und in Frankreich? Gleich zwei Sorten der Carrefour-Eigenmarke nebeneinander im Regal. Einmal mit Rahm und einmal ohne. Leider kann ich die Frage nach der Auswahl an Tiefkühlspinat in dem Geschäft nicht beantworten …


Flaschenzippel an Olivenöl

Unsere "Zippel" sind übrigens nicht nur für Alkoholika geeignet, wenngleich wir sie beim Alkohol primär verwenden, man kann auch ganz hervorragend teure Olivenöle damit sichern.

Wenn ich neuen Mitarbeitern eine Packeinweisung gebe, gehört dazu auch grundsätzlich die Info, dass die speziellen Sicherungen für Flaschen ausdrücklich nur nach vorheriger Einweisung durch erfahrene Kollegen angebracht werden dürfen. Man kann eigentlich nur drei Sachen falsch machen – aber jede davon ist unter Umständen fatal.

Fehler 1: Zu locker.
Fehler 2: An ungeeigneten Flaschen angebracht.

Der dritte Fehler ist am wenigsten als problematisch offensichtlich:

Fehler 3: Etiketten nicht gleich ausgerichtet.

Es ist wirklich wichtig, dass die Flaschenzippel alle gleich orientiert an den Flaschen angebracht werden. Standard bei uns: Das eigentliche Tag mit dem Schwingkreis für die Antennen sitzt rechts, das Bändchen zeigt nach hinten. Wer auch immer diese Olivenölflaschen gesichert hat, hatte seine Einweisung jedenfalls nicht durch mich bekommen oder war mindestens an diesem Tag ziemlich schusselig.

Wie man auf dem Bild wirklich gut erkennen kann, zeigen die Flaschensicherungen in alle Richtungen. Unabhängig von der Ausrichtung am Flaschenhals sind einige der Tags mit dem Band links, andere mit dem Band rechts angebracht worden.
Dieses Durcheinander stört gar nicht so sehr den kleinen Adrian Monk in meinem Kopf, als dass es für gefährliche Situationen sorgen kann, denen hier tatsächlich auch schon Flaschen zum Opfer gefallen sind. Wortwörtlich gefallen, denn bei diesem Durcheinander können sich die Sicherungen vor allem aufgrund der kleinen Verdickungen am Ende der Bändchen verhaken. Zieht ein Kunde eine Flasche heraus, kann es durchaus vorkommen, dass unbemerkt eine weitere Flasche mitgerissen wird und im schlimmsten Fall aus dem Regal kippt und zerbricht.

Das ist übrigens kein konstruiertes, theoretisches Szenario, sondern wie oben schon beschrieben tatsächlich auch schon bei uns vorgekommen.

Merke:
Willst du gegen Diebstahl Flaschen schützen,
musst du die Zippel richtig benützen.

:-D


Vereistes Kühlregal

Nicht aktuell und nur noch fürs Protokoll: Anfang des Monats war eines der Module unseres großen Kühlregals vereist. Es fiel kaum auf, einen Alarm gab es auch nicht. Die Temperatur ging im Schneckentempo im Laufe von rund zwei Wochen langsam hoch, so dass wir vorsichtshalber einen Techniker herbestellt hatten. Die Temperatur in dem Möbel ware zwar nie in einem kritischen Bereich, aber wenn sie langsam Zehntelgrad für Zehntelgrad nach oben klettert, während die Anlage in den acht Jahren zuvor konstant die Temperatur gehalten hatte, war es schon auffällig.

Wir taten gut daran, um Hilfe zu bitten, denn im Hintergrund (und leider nicht durch uns Laien zu erreichen (Hey, AHT, das besteht wirklich Verbesserungsbedarf!)) hatte sich bereits ein dickes Eispaket gebildet …


Triton-Visitenkarten 2.0

Unsere alten / ersten Triton-Visitenkarten hatten wir damals schnell zusammengeklickt. Die waren sicherlich nicht "gut", haben aber ihren Dienst erfüllt.

Die 500 Stück sind inzwischen weg und weil wir dringend neue brauchten, haben wir uns zumindest am alten Layout orientiert.

Die Optimierungen:

· runde Ecken
· kleineres Triton-Logo
· weniger Farbe in den Schriften
· Sonnenuntergang statt Regenwolken
· Mit Kreuzfahrtschiff, um das zentrale Thema zu betonen
· E-Mail-Adresse weg, WhatsApp-Kontakt dazu
· das helle Feld mit den Kontaktdaten hat jetzt eine weiche Kante
· "Kreuzfahrten einfach online buchen" wurde "Hier ist die Abkürzung zum Horizont"

Nicht im Bild zu erkennen: Wir haben ein andres Papier genommen. Die ersten waren beidseitig mit dünner Folie laminiert, was sich zwar "griffig" anfühlte, aber für unnötigen Plastikmüll auf den Papierkarten gesorgt hat. Das war mir bei der Bestellung damals nicht aufgefallen und so gibt es jetzt Strukturpapier ohne Plastik.


Sonnenaufgang im Park links der Weser

Natürlich hat man solche und ähnliche Ansichten auch, wenn man mit dem Auto zur Arbeit fährt. Nur bietet sich dann oft nicht die Gelegenheit, mal eben anzuhalten und die Kamera zu zücken. Auf dem Fahrrad ist das ja nun deutlich unkomplizierter. :-)

(Nicht nachbearbeitet, nur skaliert!)


Geliefert und im Regal: Kiosktüten

Die "Kiosktüten" sind inzwischen übrigens geliefert und im Süßwarenregal platziert worden. Die Muster hatten wir als Platzhalter ins Regal gestellt und nach kürzester Zeit waren sie bereits verkauft. Unter der Prämisse bin ich an dieser Stelle optimistisch, dass wir diese Artikel hier gut verkaufen werden.

Ich bin gespannt und werde sicherlich berichten. :-)


Lustige Strichcodes – 792

Fundstück von Honza auf einer Packung "Wagh Bakri" Tee: Ein Strichcode, der zumindest mit der Silhouette einer Teetasse und ein paar Teeblättern dekoriert ist:


Fotocommunity-Bilder (32)

Dass der Mensch in der Lage ist, in jeder noch seltsamen Anordnung von Farben und Flächen, Gesichter zu erkennen, ist ja bekannt. Aber ich finde, für dieses Krokodil aus einem alten Stück Holz braucht man nicht allzu viel Fantasie. :-)